Neujahrsstammtisch - 16.01.2009
Eigentlich begannen die Vorbereitungen schon am Vormittag, denn der Kuhstall war
in den vergangenen bitterkalten Wochen
völlig ausgekühlt. Die elektr. Radiatoren und der Kaminofen gaben ihr Letztes.
Dann wurde es Abend, der Tisch war gedeckt, die Kerzenhalter neu bestückt, Holz
hereingeschleppt, Bier und Bagettes
beschafft, die Pfeifen gerichtet - die Freunde konnten kommen. Daß es eine
kleinere Runde werden würde, war wegen der
geplanten Winterurlaube Einzelner klar und so waren wir dann zu 14.
Manfred erschien als russische Pelzschlanpe auf dem Karlsbader Strich

Alle dazu nötigen Reineckes liefen ihm im Laufe der Zeit vor die Flinte.
Die beiden Waldschrats kamen im Fachgespräch bald zum Ergebnis, daß man
vielleicht die passenden Strapse aus Winter-
mäusebalg machen könnte.

Nachdem alle dann ihre mitgebrachten Köstlichkeiten ausgebreitet hatten und der
Tisch sichbog, begann das große Fressen
und zum eigentlich Sinn der Veranstaltung- Qualmen, bis sich die Decke schwärzt
- kamen wir vorerst nicht

Zaghaft wurde später die Frage gestellt, ob man hier auch rauchen dürfe und bei
positivem Bescheid war der Damm gebrochen
und die Sicht wurde etwas milchig


Dann schlug Hartmuts große Stunde und er erzählte den staunenden Fachpublikum
(unsere beiden Hochwürden bekamen
schnell rote Ohren ob der neuen Erkenntnisse)

aus seinem Lieblingsbuch
Luthers Floh
(bei Diogenes)

daß eigentlich Luthers Bemühungen, die Kirche zu reformieren, auf seinen harten
Stuhlgang, schmerzhafte Blähungen und seine
Freßgier zurückzuführen sind; daß die These von Marias unbefleckter Empfängnis
am Beispiel der Jungfernzeugung bei Stabheu-
schrecken nicht haltbar ist und als abschließenden Bonbon - daß das Kapital ohne
den schlimmen kranken Allgemeinzustand und
die Schwindsucht der Autors nie seine weltumspannenden Ergebnisse zeitigen
könnte und der alte Fidel sich gewiß vor 50 Jahren
ein anderes Betätigungsfeld hätte suchen müssen.
Dann war Manfred an der Reihe. Mit sehnsuchtsvollen Augen erzählte er in der
Sprache der Inselbewohner von Gomera pfeifend,
zwitschern und zirpend von
Vögeln im Walde

Luz muß da wohl etwas falsch verstanden haben - das war doch nichts zum Lachen


Auch hier beim Guido- Jünger steckt mir bei solch romantischen Themen noch
zuviel Schalk in den Augen

Hochwürden berichtete dann über die Übergabe der Versteigerungserlöses an die
Leipziger Tafel und brachte einen Toast aus auf
den Stammtisch aus

Wie immer noch was für die Statistik: Diese elden Tropfen und mehr hauchten ihr
irdisches Dasein aus

John stellte dann die unangenehme Frage, was sich jeder für das Neue Jahr
vorgenommen hat. Dazu bedurfte es einer mehrstündigen,
aber dann doch ergebnislosen Klausur vom Bert.

Luz löste seine Haar und bat zum Tanz

Eine Pelzschlampenmodenschau beentete den kulturellen Teil

und dann so gegen 2 Uhr veließ der Haufen frohgemut und aufrecht in die Zukunft
des Stammtischen schauend den Ort des Geschehens (nicht ohne mir zum Beweis
ihrer Zuneigung und ihres Vertrauend auf meine Kreativität einen Tisch und Saal
voller Beschäftigung hinterlassen zu haben, schließlich müssen Rentner ja bewegt
werden
)

Ach ja - Tabak - und Pfeifenthemen: Wurden ganz vergessen vor lauter Spaß und
Rauchen:
Und wenn
Ehrenmitglied Arno nicht bald hier antanzt und unsere Pfeifen ordentlich pflegt,
schimpfen wir mit ihm.
Der nächste Stammtisch wird, so Manfred emsig ist und Falkhart es möglich macht,
am 13. Februar in der Waldhütte sein, wo Manfrad ein paar Dias über unsere
Naturschutzfahrten vor über 20 Jahren in die polnischen Masuren und Sümpfe, die
Niedere- und Hohe Tatra und den Bjelowesher Urwald (dem Wald des Zaren) zeigen
will.