Stammtisch vom 12.06.09

 

 

In einem noch freundlicherem Grau sich zu zeigen, war dem Himmel nicht möglich - er gab den ganzen Tag lang sein Bestes

 

Also Gummistiefel einpacken, Fausthandschuhe neben den üblichen Utensilien nicht vergessen und Mundwinkel nach oben (dass diese später ganz von allein oben blieben, war bis dahin nicht abzusehen.)

 

Kaum im idyllischen Erlln am Muldestrand angekommen, wechselte der Himmel sein Kleid und Klärchen hatte ein Einsehen -beleuchtete alles in schönsten Farben. Luz, der heutige Gastgeber war´s zufrieden und zog´s   selbstgestrickte Leibchen wieder aus

 

 

Dirk hatte wie angekündigt, ein Fässchen Kölsch nebst 0,2er Gläser aus der Heimat mitgebracht und ich dazu auf die Schnelle einen mitwachsenden Bock gebaut

 

Das Fässchen war schnell sachgerecht angestochen

 

Alle Angekündigten waren nun da (18)

 

und das große Genießen nahm seinen Gang. Ein Kessel Kartoffelsuppe brodelte im Zelt über dem Feuer

 

Tabake und Whiskey´s machten die Runde und die Instrumente wurden gestimmt

Dann ein Ruf: „Alle mal rauskommen“

Irgendwie hatte sich die Mittsommerbraut auf ihrer Reise ins skandinavische zu uns verlaufen

 

Sie schien sich aber selbst nicht ganz klar zu sein, wessen Geschlechts sie eigentlich sei und hatte vorsichtshalber auch ihr Säckchen dabei

 

Auf jeden Fall führte sie vor uns eine paar wilde erotisch- stimmulierende Tänze auf und verschwand dann wieder so schnell, wie sie gekommen war. Wir standen nun da mit unseren angestachelten Gefühlen..............

 

Und dann kam --------- nicht Kurt --- nein--- Fritz

Fritz hatte vor Jahren mit Luz zusammen per Paddelboot über die Ostsee Richtung Westen einen Fluchtversuch und erzählte dann Stories von den ersten Bekanntschaften mit der Marktwirtschaft als Drücker, Sänger, Seelenverkäufer, Lexikaaufschwätzer, Telefonnerver, dass Bäche von Lachtränen durchs Zelt flossen. Auch aus der Zeit, als Beide einen Kiosk am Ostseestrand betrieben hatten und sie den Konsumbackwaren und -bouletten rettungslos verfallen waren

 

Danach war die Zeit der Musikanten

Das Kommersbuch rauf und runter, von der Wacht am Rhein bis zu den blauen Dragoner und den alten Germanen wurde von Gitarre und 3 Mundies begleitet, mehr oder weniger stimm- und textfest geträllert.

 

Später fiel es dann etwas schwer, die Fortbewegungsmittel im hohen Gras zu finden

 

 

 

Angenehm zu wissen, dass Luz nun seine Beschäftigung hat, nicht auf dumme Gedanken kommen kann und er eine Weile von der Strasse weg ist

 

Es war wieder mal wunderbar bei Dir - lieben Luz- und wenn sich kein anderer Dummer findet, ist der Julistammtisch als kleines Sommerfest bei mir am Teich oder im Kuhstall ( Badehose einpacken)