Maistammtisch vom  "Freitag den Dreizehnten"   5.2011

 

Zähne rein und Brille auf - heute machen wir einen drauf  - könnte das Thema des 

Maistammtischs gewesen sein - denn es wurde ein Spass ohne Ende

 

Aber von Anfang an..........

Wie üblich die Vorbereitungen, die den ganzen Vormittag benötigten - schließlich gab es ja den kritischen

Blick meiner Frau, die irgendwie immer meint, dass da noch was gewischt und entstaubt werden müßte, wenn

Gäste kommen. Ich sehe zwar nichts Wischens- und Entstaubungswertes, empfinde das als reine schikanöse Beschäftigungstheorie, 

aber....................................

 

Der Tisch war also gedeckt, 

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die Bänke und Stühle auch im Freien aufgebaut - die Pfeifenheinis konnten also anrücken-   

ich glaube 22 waren wir diesmal..........

 

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Michael brachte von seiner kürzlichen Fahrt nach Südfrankreich was Edles mit

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Paul- (der holländische Paul) brachte einen Riesentopf  Boeuf Bourguignon mit, den sein liebe Frau nach

altem französischen Rezept mit 6 kg Rinderbacke, süßen Möhren, viel Bourgunder und ein wenig Schokolade

30 Stunden lang unter stetigem Feuer geschmort hatte 

(hier ein Rezept der einfacheren Variante: http://www.mamas-rezepte.de/rezept_Boeuf_bourguignon-17-766.html  )

 

Paul mußte natürlich das Geheimnis der Zubereitung lüften:

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Doch bevor es an die Genüsse ging - hatten die Angler unter Hochwürdens fachgerechter Moderation erstmal 

einen Plausch unter sich - 

 

soooooooooooo  groß waren die Sprotten .......................................

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 Einige haben sich ja hier am Stammtisch zusammengefunden und werden in Kürze die norwegischen Gewässer unsicher machen

Überraschungsgast  Manfred 2 aus Brandenburg kannte die Geschichte vom leistungsstarken Vogelhähnchen noch nicht-

und Manfred  ließ sich nicht lumpen

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Apropos Asterix und Obelix - sie waren natürlich auch wieder da. Asterix hatte zwischenzeitlich das Liedchen vom "Arthur 

dem Engel" gelernt und trällerte es mit dünnem Stimmchen vor sich hin.

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Irgend so ein Blödian im Hintergrund versaut hier das Bild

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Manfred (der Colditzer sächsische Preusse  und absoluter Alterspräsident des Abends) zog alle Register und 

holte aus der Elektronik raus, was sie von Piano über Orgel, Gitarre, Saxophon und Drums zu bieten hat

 

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Lutz sang dazu irgendetwas von einem kastrierten Kater oder so...

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Den Bongos genügten 9 krumme Finger

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Der gute alte Ringelnatz war auch mit von der Partie - leider hatten Kuddel Daddeldu und Fürst Wittgenstein

ein anderes Date und ließen sich artig entschuldigen

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Kuttel Daddeldu und Fürst Wittgenstein

Daddeldu malte im Hafen mit Teer
Und Mennig den Gaffelschoner Claire.
Ein feiner Herr kam daher,
Blieb vor Daddeldun stehn

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Und sagte: „Hier sind fünfzig Pfennig,

Lieber Mann, darf man wohl mal das Schiff besehn?“
Daddeldu stippte den Quast in den Mennig,
Daß es spritzte, und sagte: „Fünfzig ist wenig.
Aber, God demm, jedermann ist kein König.“

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Und der Fremde sagte verbindlich lächelnd: „Nein,

Ich bin nur Fürst Wittgenstein.“
Daddeldu erwiderte: „Fürst oder Lord –
Scheiß Paris! Komm nur an Bord.“
Wittgenstein stieg, den Teerpott in seiner zitternden Hand,

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Hinter Kutteln das Fallreep empor und kriegte viel Sand

In die Augen, denn ein schwerer Stiefel von Kut-
Tel Daddeldu stieß ihm die Brillengläser kaput,
Und führte ihn oben von achtern nach vorn
Und von Luv nach Lee.

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Und aus dem Mastkorb fiel dann das Brillengestell aus Horn,

Und im Kettenkasten zerschlitzte der Cutaway.
Langsam wurde der Fürst heimlich ganz still.
Daddeldu erklärte das Ankerspill.
Plötzlich wurde Fürst Wittgenstein unbemerkt blaß.

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Irgendwas war ihm zerquetscht und irgendwas naß.

Darum sagte er mit verbindlichem Gruß:
„Vielen Dank, aber ich muß – – –“

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Daddeldu spukte ihm auf die zerquetschte Hand

Und sagte: „Weet a Moment, ich bringe dich noch an Land.“

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Als der Fürst unterwegs am Ponte San Stefano schmollte,

Weil Kuttel durchaus noch in eine Osteria einkehren wollte,
Sagte dieser: „Oder schämst du dich etwa vielleicht?“
Da wurde Fürst Wittgenstein wieder erweicht.
Als sie dann zwischen ehrlichen Sailorn und Dampferhallunken

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Vier Flaschen Portwein aus einem gemeinsamen Becher getrunken,


Rief Kuttel Daddeldu plötzlich mit furchtbarer Kraft:
„Komm, alter Fürst, jetzt trinken wir Brüderschaft.“
Und als der Fürst nur stumm auf sein Chemisette sah,
Fragte Kuttel: „Oder schämst du dich etwa?“

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Wittgenstein winkte ab und der Kellnerin.

Die schob ihm die Rechnung hin.
Und während der Fürst die Zahlen mit Bleistiftstrichen
Anhakte, hatte Kuttel die Rechnung beglichen.

Der Chauffeur am Steuer knirschte erbittert.

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Daddeldu hatte schon vieles im Wagen zersplittert,

Während er dumme Kommandos in die Straßen und Gassen
Brüllte. „Hart Backbord!“ „Alle Mann an die Brassen!“
Rasch aussteigend fragte Fürst Wittgenstein:
„Bitte, wo darf ich Sie hinfahren lassen?“

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Aber Daddeldu sagte nur: „Nein!“ Darauf erwiderte jener bedeutend nervös:

„Lieber Herr Seemann, seien Sie mir nicht bös;
Ich würde Sie bitten, zu mir heraufzukommen,
Aber leider – –“ Daddeldu sagte: „Angenommen.“

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Auf der Treppe bat dann Fürst Wittgenstein

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Den Seemann inständig:

Um Gottes willen doch ja recht leise zu sein;
Und während er später eigenhändig
Kaffee braute – und goß in eine der Tassen viel Wasser hinein, –

Prüfte Kuttel nebenan ganz allein,

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Verblüfft, mit seinen hornigen Händen

Das Material von ganz fremden Gegenständen.
Bis ihm zu seinem Schrecken der fünfte
Zerbrach. – Da rollte er sich in den großen Teppich hinein.
Dann kam mit hastigen Schritten

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Der Kaffee. Und Fürst Wittgenstein

Sagte, indem er die Stirne rümpfte:
„Nein, aber nun muß ich doch wirklich bitten – –
Das widerspricht selbst der simpelsten populären Politesse.“
Daddeldu lallte noch: „Halt’ die Fresse!“

 

 

Die Pfeifenheini - Combo versuchten sich mit Bach in Schiss-Moll und U- Dur

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Der Mitternachtsschrei ertönte wie üblich zum Glockenschlag und das Lied vom Bergmann,  wie dann der Steiger kommt 

und was der mit seinem hellen Licht bei der Nacht macht, kannten auch noch einige

 

 

Mitternachtsschrei 

 

Nach uralt hergebrachter Sitte und Burschenbrauch,

ertönt um die Mitternächtliche Stunde der Burschenschrei!

Heldenväterart sind wir entsprossen; sesshaftigkeit ha'm wir stets genossen

Verächter des Zwergengeschlechts

das nur mit arg verpöbeltem Magen Saft und Soda kann vertragen.

Wir aber woll'n das Methorn schwingen,

himmelanjauchzend soll Bardensang dringen;

dass noch in Enkels und Urenkelstagen

all die Köhler im Walde sagen:

Wetter auch! Die konntens schön!

Clausthaler Variante

Freunde der späten Stunde,

hört meinen mahnenden Schrei.

Verjubelt in fröhlicher Runde

zog wieder ein Festtag vorbei.

Verjubelt, verqualmt und versoffen,

so wie es sich eben gehört,

steht nun der Himmel uns offen,

denn der Kreislauf ist wieder entstört.

Nun rauscht durch die Adern uns wieder,

polizeiwidrig feurig das Blut,

und mit dem Crescendo der Lieder

steigt hormongestärkt unser Mut.

Zur mitternächtlichen Stunde

wiederholt sich das ewige Wunder;

Gambrinus betagte Runde

wird wieder jugendlich munter.

Drum Freunde laßt uns der Alten gedenken,

die einst jenen Kult erfanden,

und in allen Clausthaler Schenken

zum Mitternachtsschrei sich bekannten.

Alle: Hui!

Nach uralt, uralt hergebrachter Sitte

erklingt zur mitternächtlichen Stunde

der Clausthaler Mitternachtsschrei.

Alle: Hui!

Urväter Art sind wir entsprossen,

wehrhafte, wahrhafte Wallhallsgenossen,

Ächter des kläglichen Zwergengeschlechts,

das in seinen verpimpelten Mägen

allenfalls Milch oder Selterwasser kann vertragen.

Alle: Pfui!

Doch das ist für uns nichts

Alle: Nein, garnichts!

Drum Brüder laßt uns die Methörner schwingen,

und mit Jubelgeschrei gen Himmel andringen,

wie Bärenhäutergedröhn,

auf daß die Köhler in vielen tausend Jahren

im tiefsten Harzewinkel noch sagen:

"Wetter auf, die soffen schön!"

Der neue Morgen soll uns nicht nüchtern seh'n.

 

Diese beiden  Freunde des Tobaks lassen sich mit geschlossenen Augen vom Blumenduft des amerikanischen Flieders betören

 

 

Und so ging ein schöner Abend mit guten Tabaken, wunderbaren Speisen und ein wenig Gesang zu Ende.

 

Vorausschau

 

Der Junistammtisch ist nun doch im Tipi beim Luz. Dort wird dann eine Wette ausgetragen, 

denn Luz behauptet, dass er mit seinem Jeep glatt den Trecker vom Carli bezwingen wird. 

 

 

 

Der Julistammtisch ist dann bei Carli im Grundstück unter dem Schloß und 

im August gehts zu Manfred in die Jagthütte. Auch Eugen will

dieses Jahr noch einmal Gastgeben sein und zur Leithenmühle wandern wollen 

wir ja auch noch  mal  und, und, und...........